Seenotrettungs-Adventskalender

Geschichten statt Schokolade

Seenotrettungs-Adventskalender – Geschichten statt Schokolade

„Lebensrettung ist kein Verbrechen, sondern Christenpflicht. Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“  Pastorin Sandra Bils, Kirchentag Dortmund 2019

Geschichten statt Schokolade

Pastorin - Geschichten statt Schokolade

Pastorin Dietlind Jochims

Willkommen zum Seenotrettungs-Adventskalender! Bis Weihnachten möchte er Sie begleiten, nachdenklich machen und ermutigen mit Geschichten um das Thema Flucht und Seenotrettung. Jedes der 24 Kalendertürchen öffnet eine Geschichte. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven von Überlebenden, Kirchenmenschen, Seenotrettern oder Unterstützenden.

Samson, Bernd, Yusra oder Sharif — die meisten Menschen aus den Adventskalendergeschichten leben mit uns in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie berichten sehr persönlich: Von ihrer Flucht, ihrer Hoffnung und ihrer Angst, von schwierigen Entscheidungen, Lebenswillen und besonderen Begegnungen. Manche der Geschichten haben ein Happy End, andere ringen um Worte und Verstehen. Einige lassen uns als Leser*innen traurig und wütend zurück.

Seenotrettung ist für die Kirche mehr als ein ehrenwertes und unterstützungswürdiges ethisches Programm. Sie gehört zum Kern des biblisch begründeten Selbstverständnisses. Dass es ohne Rettung kein Heil geben kann, war ganz praktische Lebenserfahrung der Menschen der Bibel. Dass ohne Rettung tagtäglich Menschen auf der Flucht umkommen, ist die heutige bittere Realität.

Wir sollten den Advent nutzen als Zeit der Besinnung und Umkehr und müssen als Kirche deutlich Stellung beziehen: Staatliches Handeln und europäische Politik versagen. Lebensrettung ist kein Verbrechen, sondern Christenpflicht. Man lässt Menschen nicht ertrinken. Punkt. Gerne weisen wir deshalb auch auf das Bündnis der EKD mit vielen zivilgesellschaftlichen Partner*innen zur Seenotrettung hin. Den Link finden Sie links oben auf der Titelseite dieses Kalenders.

Allen Erzählenden danken wir sehr für ihre Offenheit und ihren Mut und allen weiteren Mitwirkenden, besonders den Flüchtlingsbeauftragten der Kirchenkreise in der Nordkirche, für ihr Engagement. Den Geschichten wünschen wir viele Leser*innen und dem Adventskalender eine weite Verbreitung. Wir werden uns weiter für den Schutz von Geflüchteten in besonderen Notlagen einsetzen — auch mit Unterstützung der Seenotrettung.

Mit guten Wünschen für eine gesegnete Adventszeit,

Pastorin - Unterschrift